Mein schönstes Wassererlebnis,

Mein schönstes Wassererlebnis war,

als ich das erste Mal Segeln war.

Wir fuhren nach Holland und bekamen unser Schiff. Es hieß "AURA". Wir waren die zweiten Benutzer, die mit "AURA" fuhren. Als wir das erste Mal aus dem Hafen ausliefen, riss Papa einen Pfänder ab und verbog die Reeling. Na ja, es war ja auch das erste Mal, dass wir fünf (also Papa, Mama, Ina, Maya und ich) segeln fuhren. Wir fuhren zweimal nur mit Diesel raus, aber kehrten gleich wieder um, denn Maya hatte Angst. Als wir dann das dritte Mal rausfuhren, konnte Papa das Segel setzten. Wir segelten von Makkum nach Hindeloopen. In Hindeloopen blieben wir 2 1/2 Stunden und schauten uns den Ort an. Wir entdeckten einen Streichelzoo mit Ziegen, Hühnern und einem Schaf. Nach dem Mittagessen, um 15.30 Uhr, sind wir wieder ausgelaufen. Wir nahmen Kurs auf Stavoren. Wir haben im Hafen um 18.00 Uhr festgemacht. Nach dem Abendessen wurde es richtig windig. Es entstand ein Sturm. Das Schiff schaukelte mächtig und man stieß sich mehrere Male in der Koje den Kopf. Wir haben alle schlecht geschlafen. Am nächsten Morgen war alles vorbei. Es schien wieder die Sonne. An diesem Tag fuhren wir nach Enkhuizen, quer über das Ijsselmeer. Unterwegs habe ich auch gesteuert. Dabei habe ich eine Halse gefahren, die ich gar nicht wollte. Trotzdem sind wir angekommen. In Enkhuizen gab es leckere Scholle. Am nächsten Tag segelten wir wieder nach Stavoren zurück. Es war wenig Wind. Der Dieselmotor musste einige Seemeilen tuckern. Mittagessen gab es unter Segel mitten auf dem Meer. Leider nur eine Suppe. In Stavoren blieben wir über Nacht. Den ganzen Nachmittag waren wir im Streichelzoo. Stavoren ist eine kleine und enge Stadt. Die Häuser stehen eng beieinander und die Strassen sind klein und verwinkelt. Als wir bei einem Spaziergang durch den Ort um eine Ecke kamen, erlebten wir eine Überraschung. Auf einer kleinen Wiese zwischen zwei Häusern lebte ein Hausschwein. Es hätte auch eine Kuh sein können, denn es war so groß. Ich habe mir sogar ein Huhn auf den Kopf gesetzt. Berta, das Huhn blieb aber nicht lange auf meinem Kopf sitzen, sondern sprang entsetzt zur Erde. Am nächsten Tag mussten wir nach Makkum zurücksegeln, unser Urlaub ging zu Ende. Bei Makkum befindet sich eine große Schleuse im Damm. Wir hatten noch so viel Zeit, dass wir uns die Schleuse anschauen konnten. Es wurden viele kleine und große Schiffe gleichzeitig geschleust.

Es wurde Zeit, wieder in unseren Heimathafen einzulaufen. Auf dem Weg dorthin mussten wir noch tanken. Alles ging gut, nur als der Tankschlauch zurückgegeben wurde, flossen einige Tropfen Diesel ins Wasser. Wir hatten alle ein schlechtes Gewissen, denn das Wasser war nun etwas verseucht. Dies war aber nicht mehr zu ändern. Nächstes Mal passen wir alle besser auf. Nachdem wir das Boot im Hafen festgemacht hatten, mussten wir noch unser Gepäck packen und ins Auto bringen. Dann stand noch die schönste Arbeit an, das ganze Boot musste innen und außen geschrubbt werden. Zum Abschluss gingen wir noch einmal ins Lokal mit den 10.000.000 Glühbirnen. Dort haben wir Fondue gegessen, das war sehr lecker. Am nächsten Morgen wurde das Boot zurückgegeben und wir fuhren nach Hause.

Es war ein sehr schöner Urlaub für mich.

hübsch erzählt von Silas Heidemann, GHS Kl. 5.1, Januar 2000