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Eine 10. Klasse besuchte die umstrittene, international und national außergewöhnlich stark besuchte Ausstellung "KÖRPERWELTEN" in Köln. Zu sehen sind plastinierte Menschen, Organe, Körperteile, die inmitten eines plätschernden Bächleins, umgeben von üppiger Flora (Plastinate?), in Vitrinen oder auch lebensecht arrangiert, dargestellt werden. Der "skalpierte" Mensch, der seine Haut z.Zt. auf Litfaß-Säulen und Plakatwänden zum (Werbe-)Markte trägt, dürfte mittlerweile bundesweit ebenso bekannt sein wie der Mann, der so aussieht, als trage er einen Beuys-Hut.Die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler, die vorher ein Werbevideo gesehen und über die Ausstellung diskutiert hatten, sind hier auszugsweise abgedruckt:1. Was hat dich an der Ausstellung "Körperwelten" beeindruckt?2. Würdest du die Ausstellung oder einzelne Plastinate als Kunst bezeichnen?3. Was hast du dazugelernt? |
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Würdest du die Ausstellung oder einzelne Plastinate als Kunst bezeichnen?Antworten von 15 - 16jährigen Schülerinnen und Schülern |
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TILMAN: Einige Plastinate sind sicher nicht ausschließlich zur bestmöglichen Information aufgestellt worden. So waren z.B. der "Schachspieler" oder der "Mann, der seine Haut trug", in unnötigen Posen ausgestellt. Als besonders künstlerisch kann ich die Plastinate aber nicht empfinden. Eher handelt es sich um eine kommerzielle Informationsveranstaltung.
FELIX: Den "Schachspieler" oder den "Mann, der seine Haut in der Hand hält", würde ich als Kunst bezeichnen, da sie in einer bestimmten Weise / Pose dargestellt / inszeniert sind.
SÉAN: Als Kunst überhaupt nicht. Ich finde das Zerschnibbeln toter Menschen ganz und gar nicht als Kunst.
JENNIFER: Ich weiß nicht, ob ich es als Kunst bezeichnen würde, vielleicht die "Rotadern-Menschen", das war ein Mensch aus roten Adern.
KATHARINA: Nein, weil es tote Menschen sind. Kunst ist für mich das, was man selbst gemacht hat. Der Mensch hat ja mal gelebt.
PETER: Es ist keine Kunst. Meiner Meinung nach sollte so etwas nur für Medizin-Studenten sein und nicht für Schaulustige. |