Rezension des Filmes American History X von Tanja Pöltl, 10. Jg.



Derek , die Hauptperson des Films, war mir irgendwie von Anfang an sympathisch. Er bekam ja auch unter anderem durch die Meinung seines Vaters den Glauben , dass Schwarze Abschaum etc. waren. Eines Tages am Abendbrottisch sagte Derek, dass er in der Schule Bücher über schwarze Personen durchnehmen würde, sein Vater meinte aber , dass das hoffentlich kein Dauerzustand würde , denn Schwarze würden ja immer bevorzugt. In der Firma wurden 2 weiße gegen 2 schwarze Arbeiter getauscht, obwohl die Weißen immer gut gearbeitet hatten. Der Vater setzte Derek richtig unter Druck, denn Derek sagte: Ja, es könnte so sein; der Vater: Nein es ist so, glaub es mir!!! Als Dereks Vater von einem Schwarzen erschossen wurde, sagte Derek , dass es diese missgeburtigen Schwarzen waren, würde es die nicht geben , wäre das ganze gar nicht passiert!!!

In dem Film geht es eigentlich darum, dass der Vater Derek so erzieht, dass Schwarze das Letzte der Welt wären; der Vater wird anschließend durch einen Schwarzen erschossen. Und ab dann hat Derek so einen Hass auf "Nigger" (aber nicht auf alle, zum Beispiel nicht auf seinen Lehrer, denn den respektiert er), dass er sich von dem Anführer Cammoron bequatschen lässt und so der vertretende Anführer-König für die Nazis wird. Aber als eines Tages zwei Schwarze seinen Wagen klauen wollen (den Wagen von seinen toten Vater), bringt er diese um, die Polizei kommt und nimmt ihn fest. Er geht grinsend in die Hocke, da er so stolz darauf ist. Er muss für 3 Jahre in den Knast, er will von niemandem Besuch haben, da es ihm dann dort im Knast noch schwerer fallen würde gefangen zu sein. Seine Mutter kommt aber trotzdem einmal und besucht ihn. Im Knast überlegt er, was besser wäre, zu zeigen, dass er ein Nazi ist oder "geknickt" durch den Knast zu laufen. Er entscheidet sich dafür, das Hakenkreuz zeigen und die Nazigruppe, die auch “sitzen" muss, nimmt ihn auf.

Derek bemerkt aber nach einer Zeit, dass einer der Gruppe Geschäfte mit Schwarzen macht und dealt. Er findet, das sei Verrat, sagt es dem Boss der Gruppe, der aber meint, dass das doch sein Ding wäre und er sich nicht einmischen solle. Derek muss eine Arbeit in Knast erledigen, er wird zur Wäsche eingeteilt. Dort muss er mit einem Schwarzen zusammen arbeiten, was er erst überhaupt nicht will. Der Schwarze sagt ihm immer was, versucht mit ihm zu reden, er sagt auch "Hier drinnen sind die Weißen die Schwarzen" und je mehr/je öfter er mit ihm gesprochen hat, um so lockerer wird Derek ihm gegenüber. Sie sprechen nun miteinander, werden immer bessere Freunde, doch es gibt ja noch die Nazigruppe, zu denen er aber nicht mehr gehören will. In der Dusche - die erste Gruppe geht, nur Derek bleibt, die zweite Gruppe kommt rein (es sind die Nazis) - vergewaltigen sie Derek. Er lebt für den Rest seiner 3 Jahre in Angst, dass die Nazis noch mal kommen würden oder die Schwarzen, die er vorher niedergemacht hatte. Doch es kommt nichts dergleichen. Als Derek wieder raus kommt (das hat er nur seinem schwarzen Wäschefreund zu verdanken , ist er so verwandelt, dass er aus dem Nazischeiß raus will, er will mit seiner ganzen Vergangenheit nichts mehr zu tun haben. (Im Knast war auch noch ein ausschlaggebender Wende-Punkt, dass sein damaliger Lehrer vorbei kam und ihn fragte: “Was hat sich für dich verändert, als du ein Nazi warst, was war gut daran?" )

Er will nun seinen Bruder auch da herausziehen. Auf einer Party erzählt er Cammoron, dass er aussteigen wolle, und schlägt ihn auch zusammen, da Cammoron ihm gesagt hatte: "Deinen Bruder kannst Du nicht bei Dir halten, er kommt sowieso von alleine zu mir, da ich für ihn viel wichtiger bin als Du für ihn!" Derek geht raus, sein bester Freund (der Dicke) geht noch ihm zu Cammoron, sieht ihn da so liegen, rennt raus und will Derek erschießen. Dereks Freundin ist sofort gegen ihn (obwohl sie schon total lange mit ihm zusammen war) und schreit dauernd: “Bring ihn doch endlich um!!!” Sein kleiner Bruder geht widerstrebend mit, Derek erzählt ihm alles und das ist der ausschlaggebende Punkt für den kleinen Bruder sich zu ändern. Sie gehen nach Hause und reißen alle Hitlersachen von den Wänden. Der kleine Bruder schreibt seinen Aufsatz an diesem Abend noch fertig, er will sich richtig ändern, auch in der Schule. Am nächsten Morgen gehen Derek und Danny gemeinsam zur Schule, bzw. Derek zum Vorstellungsgespräch. Derek geht weiter, nachdem er Danny an der Schule abgesetzt hat und ihm gesagt hat: “Ich habe heute Morgen einen merkwürdigen Wagen vor unserem Haus gesehen, wenn Du von der Schule kommst, pass doch mal drauf auf." Derek läuft die Straße herunter und sieht diesen Wagen, wie er gerade aus der Schulausfahrt kommt. Währenddessen muss Danny in der Schule noch mal aufs Klo und begegnet dem Jungen wieder, den er in seiner Nazizeit angemacht hat . Danny kann nichts mehr sagen (von wegen, dass er sich geändert hatte oder dergleichen), dieser Typ drückte einfach nur ab. Derek kommt reingerannt in die Schule, ein paar Lehrer versuchen ihn noch zurückzuhalten, doch er drängt sich durch und sieht - seinen toten Bruder Danny auf dem Boden mit dem Kopf an der Wand, die Arme über den Leichnam geschlagen, in dem Klo liegen. Er bricht nur noch in einen Heul- und Schreikrampf aus. Zum Schluß wird der Aufsatz Amerikan History X von Danny gezeigt.

Meiner Meinung nach ist der Film super, ich finde, dass dieser Film richtig aus dem Amerikanischen Leben gegriffen ist. Frauen werden in dem Film irgendwie unterbehandelt, denn entweder kamen die nie zum Sprechen oder wurden peinlich gezeigt / dargestellt. Das Ende war traurig und gemein, denn schließlich haben die beiden Brüder endlich den richtigen Weg gefunden, sind “normal” geworden und dann werden sie so bestraft. Vor allen Dingen Danny wurde ja nur so wie sein großer Bruder Derek, da er ihn immer als sein Vorbild gesehen hatte.


Ich verstehe nicht, wieso der Lehrer die Mappe so genannt hat (der Film wurde nach der Mappe benannt), da es in dem Film um Rassenhass geht, das ist doch nicht DIE Amerikanische Geschichte. Oder doch?


Aber im Großen und Ganzen gefiel mir der Film so gut, dass ich ihn gleich weiterempfohlen habe!!!