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| Unter dem Titel "allein" ist ein Gedicht der 17jährigen Elke S. mit folgendem Eigen-Kommentar veröffentlicht: ...in meiner freien Zeit sitze ich oft in meinem Zimmer und denke über mich und meine Umwelt nach. In einer solchen Minute fiel mir dieses Gedicht ein. | |
| Elke S. | Antwort von Sarah Lotz |
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Ich sitze mitten
unter Euch und
schweige. Ich
sitze hier
weil
ich zu Hause verrückt
werde Ich
schweige. und
höre in mich hinein Ihr
schaut mich an Ihr
seht meine Augen die
ins Leere blicken Ihr
wollt wissen, was
ich habe doch
verstehen könntet
ihr es nicht. Ihr
fragt mich, was
los sei, um
Euer Gewissen zu beruhigen Ihr
fragt mich, ob
ich Sorgen habe. Ich
lache. sage,
dieses
Wort sei mir fremd. Und
damit seid ihr zufrieden Ihr
habt Euer Soll erfüllt Ihr
habt Anteil genommen (denkt
Ihr) Doch
als ihr weiter redet über
den Alltag
fliege
ich
mit
meinen Gedanken
mit
meinen Sorgen
allein
weiter auf
der Suche nach einer Antwort auf
meine Fragen, meine
Sehnsüchte, meiner
Liebe Und
Ihr seid stolz dass
Ihr Anteil genommen habt An-
teil nehmen nehme
einen Teil davon an Das
heißt nicht
nur fragen sondern
auch auf
eine Antwort warten versuchen
zu helfen ca. 1980
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Liebes
lyrisches Ich, du kennst die anderen aus der Gruppe wohl nicht so gut, sonst könntest du dich einem der anderen anvertrauen. Wenn du sie nicht gut kennst, finde ich, dass du unfair bist. Wie sollen die anderen denn wissen, dass du ein Problem hast? Offensichtlich bist du sehr einsam, da du auch zu Hause keinen zum Reden hast. Das liegt aber an dir. Trau
dich doch mal einen anderen anzusprechen um ihn besser kennen zu lernen.
Er wird dir dann bestimmt zuhören, wenn ihr euch eine Weile kennt. Du
kannst nicht erwarten, dass die anderen deine Gedanken lesen. 11/1999 |